All posts in Blog

Constantin Göttfert

© Nina Goldnagl

© Nina Goldnagl

Constantin Göttfert wurde 1979 in Wien geboren. Er studierte Germanistik an der Universität Wien und Literarisches Schreiben am Literaturinstitut der Universität Leipzig.
Sein letzter Roman „Steiners Geschichte“ (C.H.Beck 2014) wurde unter anderem mit dem Heinrich-Heine-Stipendium und dem Projektstipendium für Literatur des Bundeskanzleramtes ausgezeichnet. Göttferts Texte wurden ins Holländische, Kroatische und Türkische übersetzt. Er lebt als Schriftsteller, Game Designer, Lektor, Texter und Musiker in Wien. Derzeit arbeitet er an einem literarischen Computerspiel sowie an einem neuen Roman.

Veröffentlichungen

•             Steiners Geschichte, Roman, C.H.Beck Verlag 2014
•             Detroit, Erzählung, Textem Verlag 2012
•             Satus Katze, Roman, C.H. Beck Verlag 2011
•             In dieser Wildnis, Kurzprosa, Poetenladen Verlag 2009

 

Ein honiggoldener Morgen – Drama mit Fasan

Ein honiggoldener Morgen handelt von einem Kranken und seinem lallenden Freund. Die beiden verbringen bereits mehrere Tage in einem verschlossenen Raum. Das Eintreffen des Frühstücks stellt den Höhepunkt ihrer Tage dar.

Für den heutigen Tag hat jedoch die Tochter des Kranken ihren Besuch angekündigt. Sie ist ein pubertierendes Mädchen, das sich durch eine irritierende Vernünftigkeit und das Tragen von Tenniskleidung auszeichnet. Vor Jahren hat der Kranke sie auf der Fahrt zum wöchentlichen Training in seinem Auto vergessen. Immer noch trägt sie diese Kleidung. Und auch ihre Tasche steht im Zimmer der beiden. Der Vater hat sie mitgenommen. „Was ist in dieser Tasche?“, fragt der Lallende. Nicht mehr als ein Mensch zum Leben braucht. Aber das scheint unter diesen Umständen schon viel zu viel.

Ein honiggoldener Morgen ist ein Stück über die Schuld.

Stückausschnitt “Ein honiggoldener Morgen – Drama mit Fasan”

 

EL SOL SALE PARA TODOS OR: FORGETYOURSELFENTIRELY. CHAPTER 3 (WP) (en)

Logo

We, 7 June, 21h – approx. 21:45h
Interpretationszentrum on the Island in the Mur
Tickets € 10 / € 8.50 (red.)

TICKET RESERVATION

In Natascha Gangl’s prose debut “Wendy fährt nach Mexiko” (Wendy goes to Mexico), a cartoon character, the epitome of glowing mediocrity and philistine equivalence, attempts to guide us through a mega-city’s zones of emotional and social escalation. Narrator and character struggle with and against each other to find potential escapes from the narration machine, which tells us stories more quickly than we could hope to fuel it with empty words and soggy linguistic ammunition. The central question: will the crumbling of identity lead us to new entities of meaning? Language becomes sound and sound becomes language. Dissenting voices, contrasts and dissonances find each other and resound wherever musicality is discarded. Alienation will lead to reinterpretation.

Words & voice Natascha Gangl Vocals, live sampling, DJ-cd player and other lo-fi electronics, toys Maja Osojnik Modular synthesizer, computer Matij Schellander

RDECA RAKETA and Natascha Gangl are creating an audio play together, commissioned by ORF, and a series of various live performances. After events at Alte Schmiede and the Elevate Festival, the DRAMATISTS’ FESTIVAl will present the premiere of chapter number 3.
 

CONVERSION // NACH AFGHANISTAN

 

CONVERSION_2 // NACH AFGHANISTAN // Performance-Trailer / Juni 2015 from costa compagnie

Die costa compagnie ist mit ihrer Performance in CONVERSION // NACH AFGHANISTAN im Theater am Lend in Graz zu Gast.

„Everyday we leave the house, we are aware that we may die.“

Im Dezember 2014 endete der ISAF-Einsatz in Afghanistan. Kurz davor reisten drei Künstler der costa compagnie an den Hindukusch, um mit den Menschen vor Ort über den Abzug des Großteils der Truppen zu sprechen. Drei Wochen sammelten sie Wort, Ton und Bild und fragten sowohl Afghaninnen und Afghanen, Journalistinnen, Wissenschaftler und Diplomaten, als auch Bundeswehr- und US-SoldatInnen nach ihren Erfahrungen anhand der komplexen Situation. In Kabul und Mazar-e-Sharif; in Wohnungen, Büros, Rosengärten und NATO-Stützpunkten erfuhren sie vom Willen das Land wieder aufzubauen. Hörten von Sicherheit und Willkür, Freiheitsrechten und Chaos, Gastfreundschaft und Taliban.

Die Performance CONVERSION übersetzt die Vielstimmigkeit und Widersprüchlichkeit dieses Materials in eine Aufführung zwischen Tanz, Recherchetheater, Soundscape und Multimedia-Installation.

Mehr zur Performance und costa compagnie hier.

8. und 9. April // 20.00 Uhr
Theater am Lend
Wiener Straße 58a, 8020 Graz
Infos

 

Herr P der Finsternis

 
Ein Heart of Darkness-Weltraum-Remix.
Eine Performance von und mit Philine Rinnert / Gerhild Steinbuch / Sebastian Straub.

______________________________________________________________________________

SHOWING
17. Dez. / 20.00 / Theater am Lend
______________________________________________________________________________

Herr P bricht in den Weltraum auf. Im Handgepäck: Karten als Orientierungssysteme und Spielflächen, Spielkarten: Auf dem Spielfeld von Star Trek Catan, einer Weiterentwicklung des bekannten Gesellschaftsspiels um Rohstoffe, Siedlungen, Städte, treten 3 Experten – eine für Raum, eine für Text und einer für Performance – in Wettstreit um die koloniale Herrschaft, die hier immer gleichzeitig die Herrschaft über die Geschichte ist. Wer bestimmt, in welche dunklen Winkel des Weltraums Herr P aufbricht? Welche Aspekte der Kolonisierung werden erzählt, welche ausgeklammert? Und wer herrscht hier über wen?

Jeder der 3 Experten verfügt über Material aus seinem jeweiligen Bereich und das er bei Star Trek Catan einbringen darf oder ungenutzt lassen muss. Als kleinster gemeinsamer Nenner dient dabei Heart of Darkness von Joseph Conrads, dessen Kapitelüberschriften das Material von Text, Raum und Performance gleichzeitig begrenzen und erweitern.

Als viertes Besatzungsmitglied ist ein Musiker mit an Bord, der den richtigen Soundtrack zur richtigen Geschichte liefert.

Natürlich bekommt auch das Publikum ein Stück vom kolonialen Kuchen ab. Es sitzt mit auf dem Spielfeld von Star Trek Catan und ist so Teil der jeweiligen Geschichte über und mit Herrn P: es kann Kapitelüberschriften anwählen; Szenen modifizieren oder als Präsident den roten Knopf drücken – und das Spiel neu starten.

Herr P der Finsternis ist ein Konkurrenzkampf um die richtige Geschichte und gleichzeitig der Wunsch nach einem gemeinsamen Erzählen ohne die übergeordnete Instanz Regie; der Wunsch nach einer Geschichte, in deren Entstehung sich Raum, Performance und geschriebener Text gleichwertig begegnen, sich ergänzen, ineinandergreifen.


Eine Produktion von Freundliche Mitte in Koproduktion mit brut und in Kooperation mit Theater am Lend.

Kartenreservierungen und Infos:
Theater am Lend
Wienerstraße 58a, 8010 Graz
Mail: kartenreservierung@theater-am-lend.at
Tel: +43 664 844 35 99

 

Coriolanus – Part 2

Übersetzung als Inszenierung

William Shakespeares um 1608 verfasstes Drama Coriolanus wird für die Bühne exemplarisch sprachlich übersetzt. Nicht Sprechtheater, sondern Sprachtheater soll hier entworfen werden.

Schon im November 2013 haben sich in einem Arbeitsatelier im Theater am Lend auf offener Bühne ÜbersetzerInnen, SchauspielerInnen und Regisseurin in einem gleichberechtigten Prozess mit dem Coriolanus-Text auseinandergesetzt. Die ÜbersetzerInnen setzten sich dabei gleichermaßen aus, wie die Schauspielenden – sie wurden mit ihrer Arbeit Teil der Inszenierung. Entstanden ist ein Textkörper: Übertragung, Übersetzung, Überschreibung, Neuschreibung? Schwer zu sagen. Jedenfalls soll daran nun weitergearbeitet werden.

Zusammengearbeitet haben: eine kleine Gruppe Studierender, die sich im Laufe ihres Studiums dem Übersetzen zugewendet haben oder ihr Studium soeben abgeschlossen haben; drei SchauspielerInnen; Peter Waterhouse; und Ivna Zic als Regisseurin.

Nach dem ersten Schritt liegt nun ein Textkörper vor, der sich zu bewegen begonnen hat. Er soll in derselben Weise weiter entwickelt werden, in der Absicht, nicht nur einige Ausschnitte, sondern einen ganzen Abend zu gestalten.

_______________________________________________________________________________

13. 11. – 14. 11. 2015 | 20:00
Ort: Theater am Lend
Wiener Straße 58a, 8020 Graz
Tel.: 0664 844 35 99
Mail: kartenreservierung@theater-am-lend.at
www.theater-am-lend.at

_______________________________________________________________________________

Eintritt:
€ 15,- normal
€ 10,- ermäßigt (Ö1 Club, SchülerInnen, StudentInnen, alumni, laut!)
freier Eintritt mit Kulturpass

Leitungsteam:
Englischer Text: William Shakespeare
Übertragung und Überschreibung, vielleicht auch Freilegung: Peter Waterhouse und Team
Regie: Ivna Zic
Bühne und Kostüm: Martina Mahlknecht, Sophie Reble
Schauspiel: Franziska Dick, Johannes Kühn, Florian Simon
Mitarbeit: Studierende der Translationswissenschaften

 

Zeitreise in die Zukunft beim steirischen herbst

“Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft” heißt es, wenn copy & waste gemeinsam mit dem DRAMA FORUM von uniT beim steirischen herbst 2015 in die Zukunft reisen.

Das Kollektiv rund um den Autor Jörg Albrecht zieht mitten in Graz einen Concept Store hoch. Im „Cupcakes & Time Travel“ kann man sich tagsüber in „Back to the Future“-Atmosphäre verköstigen lassen. Wenn es dunkel wird, hat der Laden zudem auch Zeitreisen im Angebot – wie McFly können die Gäste wahlweise in die Vergangenheit oder in die Zukunft flitzen. Um zu verhindern, dass bestimmte Dinge geschehen – oder um zu bewirken, dass sie eben doch nicht geschehen. Was müssen wir in der Vergangenheit verändern oder aus der Zukunft in die Gegenwart holen, damit es nicht so wird, wie es jetzt ist? Wie würden Sie das Viertel, in dem sich der Concept Store befindet, verändern? Welche Art von Stadt wollen wir eigentlich? Und was wird sich nie verändern, egal, was wir unternehmen?

… mehr dazu hier.

14. 10. – 17. 10. / 19.30
tag.werk
(Mariahilferstraße 13)
18 €

In deutscher und englischer Sprache
Talk nach der Vorstellung am
Do 15/10

“Cupcakes & Time Travel”
14. 10. – 17. 10. / 15.00 – 19.00
tag.werk
(Mariahilferstraße 13)
Eintritt frei

 

Bringen wir ein Dramatikerfestival nach Graz!

Liebe FreundInnen des DRAMA FORUM!

Gemeinsam mit dem Schauspielhaus Graz möchten wir 2016 in Graz ein Dramatikerfestival auf die Beine stellen.
Wie beeinflusst die Gesellschaft das Schreiben? Und wie hoffen wir durch unser Schreiben die Welt zu gestalten?
Diese Fragen stellen sich DramatikerInnen aus unterschiedlichen Kulturen und begegnen damit dem Publikum.

Um dieses Festival zu realisieren, haben wir uns für den Bank Austria Kunstpreis 2015 beworben, der heuer mit Hilfe von Crowdfunding vergeben wird.

Deshalb brauchen wir Dich/Sie!

Unter www.wemakeit.com/projects/dramatikerfestival-graz kann man uns mit einem Betrag zwischen 9 und 500 Euro unterstützen. Und bekommt dafür tolle Belohnungen!
(Bei einer Unterstützung von 9 Euro erhältst Du/erhalten Sie z.B. eine wunderbare DRAMA FORUM Stofftasche, eine gratis Jahres-Mitgliedschaft im Freundeskreis des Schauspielhaus Graz und einen Eintritt zu einer öffentlichen Veranstaltung des Festivals.)
Wenn wir unser Finanzierungsziel nicht erreichen und das Festival nicht stattfinden kann, bekommen die UnterstützerInnen natürlich ihr Geld zurück.
Wir hoffen auf viele UnterstützerInnen und freuen uns auf ein großartiges Festival der Dramatik hier in Graz!
Und schon jetzt ein großes Danke für Deinen/Ihren Beitrag!

 

DIE SHOULD SEA BE FALLEN IN in Graz!

 

11 Flüchtlinge.
8 Studierende.
2 Künstlerinnen.
6 Sprachen
Deutsch, Englisch, Pashtu, Urdu, Georgisch, Tuschetisch.

Ein Theatertext von Elfriede Jelinek.
Die Protagonisten des Textes werden zu seinen
Übersetzern.

Im Dezember 2012 haben 60 Flüchtlinge die Wiener Votivkirche besetzt, um auf ihre Not aufmerksam zu machen. Die österreichische Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek hat „Die Schutzbefohlenen“ als unmittelbare Antwort auf die Wiener Ereignisse geschrieben.
Peter Waterhouse hatte die Idee, das Stück zurück zu den Protagonisten zu bringen: DIE SHOULD SEA BE FALLEN IN bringt 11 Flüchtlinge mit Studierenden und KünstlerInnen zusammen, die sich gemeinsam dem Text in ihren Sprachen annähern (Deutsch, Englisch, Pashtu, Urdu, Georgisch, Tuschetisch).
Übersetzen fördert und erschwert Verstehen, Kommunikation und Kontakt. Sprachengewirr und gute Verständigung. Wir laden Sie ein, diese Erfahrungen zu teilen.

Nach einer großartigen Präsentation im Wiener Burgtheater vor der Uraufführung des Stücks von Jelinek ist das Projekt jetzt auch für einen Abend zu Gast in Graz.

Flyer zum Download

19. Juni / Fr / 20.00
Theater am Lend
Wienerstraße 58a, 8020 Graz

Um Reservierung wird gebeten!
0664 8443599
kartenreservierung@theater-am-lend.at

We proudly present…

 
Retzhofer Dramapreis 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

… die Gewinnerinnen des Retzhofer Dramapreises 2015: Özlem Özgül Dündar für “Jardin d’Istanbul” und Miroslava Svolikova für “die hockenden”.

“Wir wollen zwei Texte mit dem Retzhofer Dramapreis würdigen, weil beide mit einer starken Verschränkung von Form und Inhalt überzeugen. Mit ‘Jardin D’Istanbul’ und ‘die hockenden’ haben uns zwei Stücke mit ihrer jeweiligen Form, ihrer starken Sprache überzeugt, mit einer Sprache, die jeweils genau dem angemessen ist, was in den Texten geschieht, ja, die nur, weil die Sprache so arbeitet, wie sie arbeitet, überhaupt geschehen lassen kann, was dort geschieht.”
(Auszug aus der Jurybegründung)

Wir gratulieren den beiden ganz herzlich!

Fotos von der Preisverleihung finden Sie hier.

Die Burg und das DRAMA FORUM

 
Wir freuen uns sehr, bei unserer langjährigen Arbeit in der AutorInnenförderung einen neuen Kooperationspartner an der Seite zu haben: das Wiener Burgtheater!
Und auch die Burg blickt erwartungsvoll in die (gemeinsame) Zukunft:
“… fantasievolles, sprachgewaltiges Theater, innovative Texte und Formen, interessante Autoren, somit spannende Entdeckungen, sind garantiert!”

Da bleibt nicht mehr zu sagen als: Auf eine bereichernde Zusammenarbeit!