Stefanie Lehrner

© M. Kanizaj

© M. Kanizaj

 

Stefanie Lehrner, geboren 1988 in Tulln. Lebt in Graz. Studium „Journalismus & Unternehmenskommunikation“ an der FH Joanneum, sowie Philosophie „Political, Economic and Legal Philosophy“ an der Karl-Franzens-Universität in Graz.
Schreibt fürs Theater, Essays und Spoken Word. Literarische und journalistische Tätigkeiten u.a. für „Megaphon“ und „schreibkraft – das Feuilletonmagazin“. Arbeitet seit 2010 im Theater am Ortweinplatz (Öffentlichkeitsarbeit, künstlerische und organisatorische Projektmitarbeit, Assistenz der Geschäftsführung) und bei spleen*graz – Internationales Theaterfestival für junges Publikum.
Teilnahme am uniT-Artlab-Workshop „Schreiben für die Bühne” 2015.

Spoken Word beim Performanceprojekt „Zum Beispiel: Binder” (Uraufführung 2011 bei der Jazzwerkstatt Graz; weitere Auftritte im Palais Kabelwerk Wien, Five Seasons Brick-5 Wien, 100° Festival Berlin, sowie Nominierung für den Ö1 Lyrik-Wettbewerb Hautnah 2012).
2015 Dramaturgie bei „Politeia. Die Gerechtigkeit ist ein Schwein mit gebrochenen Flügeln“ (Stückentwicklung Theater am Ortweinplatz, Regie: Simon Windisch)

 

DIE FREIHEIT IST EIN 2.140m HOHER BERG. EINE KARTOGRAFIE IN 12 BILDERN

“Nicht die Angst, überwacht zu werden, steht im Mittelpunkt unserer Gesellschaft, sondern die Angst, übersehen zu werden.” (Markus Schroer)

Es geht das Gerücht um, dass der Berg, die Freiheit, schrumpft. Nun ist der Kartograf des Jahres höchstpersönlich gekommen, um die Freiheit neu zu vermessen und eine exakte Karte davon anzufertigen – objektiv und im Maßstab 1:1.  Am Weg zum Gipfel erfasst er dafür Steine, Pflanzen, Tiere, Sehenswürdigkeiten und Menschen, die im Rahmen seiner kartografischen Misson in seinem Rucksack verschwinden; er weiß, wie man sich ein Bild macht. Während ein Streit um seine Aufmerksamkeit entbrennt – schließlich will jeder wahrgenommen werden und auf die Karte: der Vogel des Jahres, die Sumpfschrecke des Jahres, die Landschaft des Jahres, das Berggasthaus des Jahres u.v.m. – tauchen aber noch zwei andere auf, die ebenfalls behaupten Kartograf des Jahres zu sein. Eine kleine Drohne zieht wie ein Silberstreif am Horizont vorbei, Kameras tragende Ziegen halten Reden und eine Gruppe Touristen mit 3D-Brillen ist ebenfalls vor Ort, um sich ein Bild von der Freiheit zu machen. Am Gipfel laufen bereits Vorbereitungen, um die neue Karte feierlich zu präsentieren, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, der die drei Kartografen unter anderem durch die Wildnis führt.

Ein satirisches Stück über das Sehen und Gesehenwerden, das Streben nach Bedeutung und die Frage nach dem Verhältnis von persönlicher Freiheit und Wahrnehmung, nach Orientierung und Originalität in einer inszenierten Welt. 

Stückausschnitt “Die Freiheit ist ein 2.140m hoher Berg”

 

 

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