Anna Hubner

Anna Hubner

Biologin, Tänzerin , Autorin 

Anna Hubner wurde 1988 in der Nähe von Salzburg geboren und durchstreifte als Kind die Auenwälder ihres Zuhauses. Das und ihre Liebe zu Wörtern brachten sie nach Graz zum Biologie- und Germanistikstudium. Seit 2015 verbinden sich nun Tanz, Poesie und Biologie in den Performance Studies (MA) in Hamburg. Dabei liegt ihr Fokus auf der körperlichen Transformation von Kommunikation und Sprache sowie der Verknüpfung von naturwissenschaftlicher und künstlerischer Forschung. Zuletzt war sie als Performerin in den Produktionen „ungeachtet dessen“ (Kampnagel, Hamburg & Cammerspiele, Leipzig) und „Tanz Europe Express“ beim Hauptsache Frei- Festival 2017 in Hamburg zu sehen. Aktuell steckt sie ihre Energien in die Soloperformance „Corpora Amorpha“ und in die gemeinsame Arbeit des Hamburger KünstlerInnenkollektivs Glitch AG. Für August 2017 erhält sie das Nationalparks Austria Medienstipendium für Literatur.

Mehr: www.anasarakata.wordpress.com

 

AM RAND DER EPIDERMIS

Am Rand der Epidermis berührt die Welt die Grenzen unseres Körpers – die Grenzen einer jungen Frau, durch die wir die Umwelt erfahren und deren Erinnerungen wir erleben. Folgt man ihren Papillarleisten verweben sich die Geschichten mehrerer Generationen miteinander. Um dabei die Orientierung nicht zu verlieren, lassen sich Poren, Narben und Leberflecken zu Wegnetzen verbinden. Am Rand der Epidermis untersucht die Haut als Landschaft mit all ihren Falten, Tälern und Furchen und stellt die Frage, was sich darunter verbirgt und wie sich Erinnerungen körperlich einschreiben. Der Versuch all diese abzuschütteln, abzukratzen, abzustreifen steht dabei der Suche nach Ummantelung und Berührung entgegen. Was passiert also, wenn die Leerstellen als Flirren der Schmerzrezeptoren spürbar werden und als Abdruck im Raum zurückbleiben? 

Stückausschnitt “Am Rand der Epidermis”

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