Alexandra Koch

© Katarina Hartmann

© Katarina Hartmann

Alexandra Ava Koch wurde 1982 in Salzburg geboren. Absolvierte 2007 das Schauspieldiplom am Schubertkonservatorium Wien und ist seither als Schauspielerin tätig (Wien, Stuttgart, Berlin, Salzburg). Seit 2012 schreibt sie (bis jetzt v.a. Theaterstücke). Außerdem theaterpädagogische Arbeit für den Verein „gutgebrüllt“ in Wien und Inszenierung von Kinder- und Jugendtheaterstücken. Seit 2016 Studium der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Werkbiografie

2017: die Ungeschlafenen
2016:
TAKING PRESIDENT (Uraufführung Oktober 2016 im Fluc Wien; einer von Gewinnertexten beim Wettbewerb Text in Szene von werk89)
DUMPFBACKE (Uraufführung März 2017 im Dschungel Wien, Theaterhaus für junges Publikum)
2015: TITAN HEART (Uraufführung Juni 2017 im Theater Phönix Linz; Dramatikerstipendium der Stadt Wien; einer der Gewinnertexte beim Wettbewerb schreibzeit)

 

die Ungeschlafenen

die Ungeschlafenen beschäftigt sich mit einem Auflösungsprozess sowohl im persönlichen Bereich als auch in größeren Dimensionen. Wir befinden uns in einer (Un-)Welt, in der alles fällt, schmilzt, lodert und zerstaubt und niemand weiß warum. Die Figuren fügen sich ihrem scheinbar ausweglosen Schicksal, nur leni möchte sich nicht mit Lethargie abfinden. Bei ihren Versuchen, die anderen aus ihren festgefahrenen Rollen zu holen scheint sie immer wieder am Anfang ohne Beginn zu landen. die Ungeschlafenen prasseln unaufhaltsam nieder, sie flüstern unaufhörlich und entwickeln dabei einen unheimlichen aber auch verführerischen Sog.

Ob es besser ist, sich allem zu fügen, sich damit zu verschmelzen, sich zu spalten oder sich fallen zu lassen, ob eine Auflösung der Beginn von etwas Neuem sein kann und somit Er-lösung ist, weiß man nicht. die Ungeschlafenen flüstern immer weiter und wers hört, der geht weg und schläft ein.

die Ungeschlafenen ist die Schaffung einer Atmosphäre, eine Komposition, die ihren eigenen Rhythmus entwickelt und dadurch die Figuren weitertreibt oder einschließt in Worten. Sie liefert die Figuren dem Stück aus. Die Sprache ist sowohl poetisch als auch direkt, erzählt in Metaphern und Bildern von dem Unaussprechlichen, das auf alle zukommt. Sie prasselt genauso herab wie die Steine, die Träume und der Staub im Stück, sie macht Verschmelzungsprozesse durch und am Ende löst sie sich radikal gemeinsam mit den Figuren auf, lässt dabei aber offen, ob und wie es weitergehen könnte. 

Stückausschnitt “die Ungeschlafenen”

 

 

 

 

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